Gesichtslähmung (Fazialisparese)

Definition: Bei der zentralen Fazialisparese handelt es sich um eine Schädigung im Bereich des motorischen Cortex oder der corticopontinen Bahnen. Im Unterschied zur peripheren Fazialisparese können hier die Stirn angehoben und die Augen zugekniffen werden.
Die periphere Fazialisparese zeigt sich in einer einseitigen Mundastschwäche. Dieser Nerv besteht vor allem aus motorischen Fasern. Anteile von ihm sind verantwortlich für die Geschmacksempfindung und die Versorgung der Speicheldrüsen. Je nach Höhe des Schädigungsortes kann noch eine vermehrte Tränensekretion, eine intensivere Hörempfindung (Hyperakusis), eine verminderte Speichelproduktion, Geschmacksstörungen und Gefühlsstörungen oder Schmerzen im Bereich des Ohres an Symptomen hinzukommen.

Mögliche Ursachen:

  • Zentrale Fazialisparese:
    • Schlaganfälle (Infarkte und Blutungen)
    • Gehirntumore
    • Entzündliche Erkrankungen (z.B. Muliple Sklerose)
  • Periphere Fazialisparese:
    • Idiopathisch (Ursache unbekannt)
    • Entzündliche Erkrankungen
    • Traumatisch
    • Neoplastisch (z.B. Meningiome)

Die Behandlung erfolgt von Ursula Barié, Ronja Freitag, Caroline König und Saskia Tokarz.